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Hilfsmittel & Wohnen

Hausnotruf-Kosten 2026: Preise, Zuschuss der Pflegekasse und Eigenanteil

Ein Hausnotruf kostet im Basistarif etwa 27 bis 33 Euro im Monat. Mit Pflegegrad 1 bis 5 zahlt die Pflegekasse seit dem 1. April 2026 davon 27 Euro, wenn du allein lebst oder tagsüber oft allein bist; bei vielen Anbietern bleibt dann kein Eigenanteil. Selbst zahlst du Zusatzleistungen: Schlüsselhinterlegung mit Einsatzdienst etwa 25 bis 35 Euro im Monat, mobiler Notruf oder Notrufuhr etwa 25 Euro, Sturzsensor etwa 13 Euro.

Hausnotruf-Kosten berechnen: Taschenrechner und Münzen für Eigenanteil und Zuschuss

Was der Basistarif kostet und was er enthält

Der Basistarif ist bei allen Anbietern ähnlich aufgebaut: Basisstation mit Freisprecheinrichtung, ein wasserdichter Funkknopf als Armband oder Kette, die Notrufzentrale rund um die Uhr und die Hinterlegung deiner Daten und Kontaktpersonen. Die Pflegekassen haben für genau diesen Umfang einen Preis vereinbart, und viele Anbieter haben ihren Basistarif darauf abgestimmt.

Anbieter Basistarif im Monat ohne Pflegegrad Mit Pflegegrad nach Zuschuss Anschlussgebühr
pflegetipp.de 32,13 € laut Anbieter 0 € k. A.
SmartVersorgt ab 28,50 € laut Anbieter in der Regel 0 € k. A.
Johanniter, Basispaket ab 27,00 €, regional abweichend in der Regel 0 € k. A.
Malteser, Grundsicherheit 27,00 € 0 € laut Anbieter derzeit keine (Aktion bis Oktober 2026)
Libify, libifyBasic auf Anfrage laut Anbieter 0 € k. A.

Angaben laut Anbieterseiten, Stand 09/2026, ohne Gewähr. Den ausführlichen Vergleich findest du im Anbieter-Vergleich.

  • Logo pflegetipp.de

    pflegetipp.de

    Versandanbieter

    Basisstation mit eingebauter SIM-Karte, Zusatzoptionen Sturzsensor (12,90 €), Kombi-Notruf mit GPS oder Notrufuhr (je 24,90 € im Monat).

    • Preis: 32,13 € im Monat ohne Pflegegrad, mit Pflegegrad laut Anbieter 0 €
    • Geräte: Basisstation mit Mobilfunk, Notrufknopf als Armband oder Kette, wasserdicht, optional mobiles GPS-Gerät, optional Notrufuhr, optional Sturzsensor
    • Funktioniert ohne Festnetz
    • Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
    • Kündigung: monatlich kündbar
    • Anschluss: Versand in 2 bis 3 Werktagen, selbst einstecken
    • Für wen geeignet: Wer einen Pflegegrad hat, kein Festnetz braucht und das Gerät selbst anschließen kann.
  • Logo SmartVersorgt

    SmartVersorgt

    Versandanbieter

    Notrufzentrale rund um die Uhr, übernimmt den Antrag bei der Pflegekasse; vom selben Unternehmen kommt die Pflegebox BluBox.

    • Preis: ab 28,50 € im Monat, mit Pflegegrad laut Anbieter in der Regel vollständig von der Pflegekasse übernommen
    • Geräte: stationäres Gerät, mobiles Gerät mit GPS
    • Funktioniert ohne Festnetz
    • Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
    • Anschluss: SIM-Karte vorinstalliert, nach dem Einstecken einsatzbereit
    • Für wen geeignet: Wer Hausnotruf und Pflegebox aus einer Hand beantragen will.
  • Logo Gardia

    Gardia

    Notrufarmband

    Reines Armband ohne Basisstation, funktioniert zu Hause und unterwegs; Notrufzentrale von Bosch rund um die Uhr, App für Angehörige mit Standort und Akkustand.

    • Preis: Armband einmalig 199,95 € (im Angebot 99,95 €); Abo 17,95 € nur mit App, 32,90 € mit Notrufzentrale, mit Pflegegrad laut Anbieter ab 0 €
    • Anschluss: keine Anschlussgebühr, das Armband wird gekauft und nicht von der Kasse erstattet
    • Geräte: Notrufarmband mit Notruftaste, automatische Sturzerkennung, GPS-Ortung, eSIM mit mehreren Netzen, europaweit
    • Funktioniert ohne Festnetz
    • Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
    • Kündigung: monatlich kündbar, erster Monat kostenlos, 30 Tage Rückgabe
    • Für wen geeignet: Wer ein einziges Gerät für drinnen und draußen möchte und den Kaufpreis des Armbands selbst tragen kann.
  • Johanniter

    Hilfsorganisation

    Ab dem Komfortpaket Schlüsselhinterlegung und eigener Einsatzdienst rund um die Uhr, im Premiumpaket wöchentliche Anrufe.

    • Preis: Basis ab 27 €, Komfort ab 55 €, Premium ab 85 € im Monat, regional abweichend
    • Geräte: Basisstation, Notrufknopf als Armband oder Kette
    • Einsatzdienst mit Schlüsselhinterlegung buchbar
    • Anschluss: Installation und Einweisung vor Ort
    • Für wen geeignet: Wer niemanden in der Nähe hat, der im Notfall mit Schlüssel kommen kann.
  • Malteser

    Hilfsorganisation

    Ab Komplettsicherheit Bereitschaftsdienst mit Schlüsselhinterlegung, im Plus-Paket Bewegungserkennung; Angehörigen-App.

    • Preis: Grundsicherheit 27,00 €, Komplettsicherheit 60,40 €, Komplettsicherheit Plus 64,90 € im Monat
    • Anschluss: laut Anbieter derzeit keine Anschlussgebühr (Aktion bis Oktober 2026)
    • Geräte: Hausnotrufgerät mit Lautsprecher, Notrufknopf als Armband oder Kette, optional Bewegungsmelder und Rauchmelder
    • Funktioniert ohne Festnetz
    • Einsatzdienst mit Schlüsselhinterlegung buchbar
    • Kündigung: ein Monat zum Monatsende
    • Für wen geeignet: Wer einen Bereitschaftsdienst vor Ort und eine kurze Kündigungsfrist will.
  • Libify

    Versandanbieter

    Drei Gerätelinien vom einfachen Notrufknopf bis zum mobilen Notruf mit automatischer Sturzerkennung.

    • Preis: Preise je Modell auf Anfrage, libifyBasic mit Pflegegrad laut Anbieter kostenlos
    • Geräte: libifyBasic: Basisstation mit Funksender, libifyHome: Sturzerkennung, App, libifyMobil 2.0: mobiler Notruf mit GPS und Sturzsensor
    • Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
    • Für wen geeignet: Wer viel unterwegs ist oder eine automatische Sturzerkennung möchte.

Diese Übersicht enthält Links zu Anbietern. Partnerlinks sind mit * gekennzeichnet und können oben stehen, die Reihenfolge ist keine Bewertung. Angaben laut Anbieterseiten, Stand 20.09.2026, ohne Gewähr.* Partnerlink: Schließt du über diesen Link etwas ab, erhalten wir vom Anbieter eine Vergütung. Für dich ändern sich weder Preis noch Leistung.

Dass ein Versandanbieter 32,13 Euro nennt und trotzdem „0 Euro mit Pflegegrad“ verspricht, ist kein Widerspruch: Der Vertragspreis der Pflegekassen von 27 Euro ist ein Nettobetrag. Gewerbliche Anbieter rechnen ihn mit 19 Prozent Umsatzsteuer ab, das sind genau 32,13 Euro, und die Pflegekasse zahlt diesen Betrag. Gemeinnützige Hilfsorganisationen sind von der Umsatzsteuer befreit, deshalb steht dort 27 Euro.

Was die Pflegekasse zahlt

Seit dem 1. April 2026 zahlt die Pflegekasse 27 Euro im Monat für den Basistarif, vorher waren es 25,50 Euro. Der Betrag ist bei Pflegegrad 1 bis 5 gleich. Er steht nicht im Gesetz, er ist ein Vertragspreis der Pflegekassen für das Pflegehilfsmittel Hausnotruf. Was das je Pflegegrad bedeutet, mit Eigenanteil je Anbieter und den übrigen Leistungen: Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3. Ab 2027 kürzen die Kassen den Anbietern 3 Prozent der Vergütung, an den 27 Euro für dich ändert das nach dem Vertrag nichts: Hausnotruf 2027: 3 Prozent Abschlag.

Voraussetzungen: ein Pflegegrad, du lebst allein oder bist über weite Teile des Tages allein, und wegen deines Gesundheitszustands kann jederzeit ein Notfall eintreten. Der Anbieter braucht einen Vertrag mit den Pflegekassen. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Hausnotruf.

Was du selbst zahlst: Zusatzleistungen

Hier entstehen die eigentlichen Kosten, und hier unterscheiden sich die Anbieter.

Zusatzleistung Beispielpreise laut Anbieter Wofür
Schlüsselhinterlegung und Einsatzdienst rund um die Uhr Johanniter Komfortpaket ab 55 €, Malteser Komplettsicherheit 60,40 € im Monat (jeweils Gesamtpreis) Ein Mitarbeiter kommt mit deinem Schlüssel, wenn keine Kontaktperson erreichbar ist
Wöchentliche Anrufe, Zubehör nach Wahl Johanniter Premiumpaket ab 85 € im Monat Regelmäßiger Kontakt, Rauchmelder oder Zugtaster im Bad
Bewegungserkennung Malteser Komplettsicherheit Plus 64,90 € im Monat Alarm, wenn über längere Zeit keine Bewegung erkannt wird
Mobiler Notruf mit GPS oder Notrufuhr pflegetipp.de plus 24,90 € im Monat Notruf auch unterwegs, mit Ortung
Sturzsensor pflegetipp.de plus 12,90 € im Monat Löst nach einem Sturz von selbst aus
Einzelne Melder Malteser: Bewegungsmelder 7,90 €, Rauchmelder 5,00 € im Monat Ergänzung zur Basisstation

Von den Paketpreisen der Hilfsorganisationen zieht die Pflegekasse ebenfalls 27 Euro ab. Beim Malteser-Paket Komplettsicherheit bleiben dann 33,40 Euro im Monat.

DRK, ASB, Diakonie: Kosten bei regionalen Anbietern

Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Diakonie und Caritas bieten den Hausnotruf über ihre Kreis- und Regionalverbände an. Jeder Verband legt seine Preise selbst fest, zentral veröffentlichte Preislisten gibt es nicht. Deshalb nennen wir hier keine Beträge. Beispiele aus veröffentlichten Preislisten einzelner Verbände (DRK Oberberg und Emmendingen, ASB Köln, Johanniter Bayern) und die bundesweiten Angaben der Verbände haben wir auf eigenen Seiten ausgewertet: DRK, ASB, Johanniter, Malteser. Was Selbstzahler ohne Pflegegrad zahlen, steht auf der Seite Hausnotruf ohne Pflegegrad.

Für die Kosten gilt trotzdem dasselbe wie oben: Hat der Verband einen Vertrag mit den Pflegekassen, zahlt die Kasse mit Pflegegrad 27 Euro im Monat für den Basistarif. Selbst zahlst du nur, was darüber hinausgeht, meist den Einsatzdienst mit Schlüsselhinterlegung. Frag beim Verband vor Ort nach drei Dingen: Preis des Basistarifs, Preis mit Einsatzdienst und ob Einsätze extra berechnet werden. Die Preise der bundesweiten Anbieter in der Tabelle oben helfen dir beim Vergleichen. Wie du den Verband in deiner Region findest, steht auf der Seite Hausnotruf in der Nähe.

Was kostet ein Einsatz?

Das hängt vom Tarif ab:

  • Basistarif: Die Notrufzentrale nimmt den Alarm an, spricht mit dir und ruft deine Kontaktpersonen oder den Rettungsdienst. Einen eigenen Einsatzdienst, der mit Schlüssel zu dir kommt, gibt es in diesem Tarif nicht.
  • Paket mit Einsatzdienst: Ein Mitarbeiter kommt mit deinem hinterlegten Schlüssel. Ob Einsätze im Monatspreis enthalten sind oder einzeln berechnet werden, regelt jeder Anbieter anders. Das steht in der Preisliste oder im Vertrag, und es lohnt sich, vor Vertragsschluss danach zu fragen.

Beispielrechnungen

Die Personen in diesen Beispielen sind erfunden.

Frau K., 82, Pflegegrad 2, lebt allein, Tochter wohnt im Nachbarort. Sie nimmt den Basistarif für 27 Euro. Die Pflegekasse zahlt 27 Euro, ihr Eigenanteil ist 0 Euro. Die Tochter und eine Nachbarin haben Schlüssel. Den Eigenanteil je Anbieter bei Pflegegrad 2 und die übrigen Leistungen zeigt die Seite Hausnotruf bei Pflegegrad 2.

Herr B., 79, Pflegegrad 1, lebt allein, Kinder wohnen 300 Kilometer entfernt. Er braucht jemanden, der mit Schlüssel kommt, und nimmt ein Paket mit Einsatzdienst für 60,40 Euro. Die Pflegekasse zahlt 27 Euro, er zahlt 33,40 Euro im Monat, rund 401 Euro im Jahr.

Frau M., 74, kein Pflegegrad, viel unterwegs. Sie zahlt einen Basistarif von 32,13 Euro plus 24,90 Euro für das mobile Gerät, zusammen 57,03 Euro im Monat. Mit Pflegegrad 1 und dem Zuschuss der Pflegekasse blieben die 24,90 Euro für das mobile Gerät.

Mit deinen eigenen Zahlen rechnet der Hausnotruf-Kosten-Rechner.

Wo Kosten versteckt sein können

  • Anschlussgebühr: vorher erfragen, auch ob die Pauschale der Pflegekasse sie deckt.
  • Mindestlaufzeit: Gute Verträge sind monatlich kündbar. Bei den Maltesern gilt laut Anbieter ein Monat zum Monatsende.
  • Ablehnung durch die Kasse: Wer das Gerät vor der Genehmigung nutzt, sollte klären, wer die Monate bis zur Entscheidung zahlt.
  • Fehlalarme und Einsätze: Frag, ob ein Einsatz des Bereitschaftsdienstes im Paketpreis enthalten ist oder einzeln berechnet wird.
  • Rückgabe: Das Gerät bleibt Eigentum des Anbieters; wer es nach Vertragsende nicht zurückschickt, zahlt.

Steuer

Die Kosten des Hausnotrufs lassen sich in der Regel nicht als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen. Der Bundesfinanzhof hat das 2023 für einen Notruf entschieden, bei dem die Zentrale nur Hilfe organisiert (VI R 7/21). Im betreuten Wohnen kann es anders sein. Urteil, Ausnahme und Rechenbeispiel stehen auf der Seite Hausnotruf steuerlich absetzbar?.

Das solltest du jetzt tun

  1. Eigenanteil ausrechnen mit dem Hausnotruf-Kosten-Rechner.
  2. Entscheiden, ob du einen Einsatzdienst brauchst. Das ist die größte Kostenfrage. Der Anbieter-Vergleich zeigt, wer ihn anbietet.
  3. Pflegegrad prüfen, falls noch keiner besteht: Pflegegrad beantragen.

Häufige Fragen