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Pflegestatistik 2025: Wie viele Pflegebedürftige es in Deutschland gibt, wie viele zu Hause leben und wann die neuen Zahlen kommen
Die amtliche Pflegestatistik 2025 des Statistischen Bundesamts ist noch nicht erschienen; die Vorgängerin kam am 18. Dezember 2024, deshalb ist Mitte Dezember 2026 zu erwarten. Bis dahin gelten zwei Zahlen: Ende 2023 waren laut Destatis knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, 86 Prozent davon zu Hause versorgt, 3,1 Millionen allein durch Angehörige. Ende 2025 bezogen laut Bundesgesundheitsministerium 6,43 Millionen Menschen Leistungen der sozialen und privaten Pflegeversicherung, 5,52 Millionen davon ambulant; der Medizinische Dienst zählte 2025 rund 3,1 Millionen Begutachtungen, so viele wie nie. Die neue Statistik wird also deutlich über 6 Millionen liegen. Was das für Angehörige heißt, Hausnotruf-Anspruch ab Pflegegrad 1 und Reform 2027, steht unten.
Jede zweite Diskussion über Pflege beginnt mit einer Zahl: Wie viele Menschen sind eigentlich pflegebedürftig? Die amtliche Antwort gibt das Statistische Bundesamt nur alle zwei Jahre, zuletzt am 18. Dezember 2024 für das Jahr 2023. Die nächste Pflegestatistik für den Stichtag 15. Dezember 2025 wird im Dezember 2026 erwartet. Diese Seite nennt die gesicherten Zahlen von 2023, die aktuelleren Kassenzahlen für 2025 und das, was die neue Statistik zeigen dürfte. Am Tag der Veröffentlichung ergänzen wir die amtlichen Werte.
Die letzte amtliche Zählung: Dezember 2023
| Kennzahl | Dezember 2023 | Veränderung zu 2021 |
|---|---|---|
| Pflegebedürftige insgesamt | knapp 5,7 Millionen | +730.000 (+15 %) |
| zu Hause versorgt | 4,9 Millionen (86 %) | +721.000 (+17 %) |
| davon nur Pflegegeld, überwiegend durch Angehörige | 3,1 Millionen | +549.000 (+21 %) |
| davon mit ambulantem Pflegedienst | 1,1 Millionen | +54.000 (+5 %) |
| davon Pflegegrad 1 ohne Dienst oder Heim | 680.000 | +118.000 (+21 %) |
| vollstationär im Pflegeheim | 800.000 (14 %) | +6.000 (+1 %) |
| Frauenanteil | 61 % | |
| ab 65 Jahre | 78 % | |
| ab 85 Jahre | 34 % | |
| Pflegequote 70 bis 74 Jahre | rund 11 % | |
| Pflegequote ab 90 Jahre | 87 % |
Die Statistik erfasst alle Menschen mit Pflegegrad in sozialer und privater Pflegeversicherung. Auffällig ist, wo der Zuwachs herkommt: fast ausschließlich aus der Pflege zu Hause durch Angehörige, während die Heimplätze stagnieren. Destatis führt einen Teil des Anstiegs auf den seit 2017 weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriff zurück, der Demenz und psychische Einschränkungen gleichwertig berücksichtigt.
Die aktuelleren Zahlen: Kassenstatistik Ende 2025
Zwischen zwei Pflegestatistiken liefert die Geschäftsstatistik der Pflegekassen jährliche Werte, die das Bundesgesundheitsministerium im Sommer veröffentlicht. Sie zählt Leistungsbezieher, nicht Pflegebedürftige, deckt sich aber weitgehend.
| Kennzahl | Ende 2024 | Ende 2025 |
|---|---|---|
| Leistungsbezieher soziale Pflegeversicherung | 5.642.546 | 6.011.267 |
| Leistungsbezieher private Pflege-Pflichtversicherung | 378.403 | 415.291 |
| zusammen | 6.020.949 | 6.426.558 |
| davon ambulant | 5.108.006 | 5.515.422 |
| davon stationär | 771.882 | 770.794 |
| davon in Einrichtungen der Eingliederungshilfe | 141.061 | 140.342 |
| Pflegequote (Leistungsbezieher je Versicherte) | 7,2 % | 7,7 % |
Innerhalb eines Jahres kamen rund 406.000 Leistungsbezieher dazu, wieder fast nur ambulant. Der Medizinische Dienst meldet für 2025 rund 3,1 Millionen Begutachtungen, den höchsten Stand seit Bestehen der Pflegeversicherung; bei Erstbegutachtungen empfahlen die Gutachter am häufigsten Pflegegrad 2 (34,5 Prozent), rund die Hälfte der Erstantragsteller erhielt Pflegegrad 2 oder höher, 21,3 Prozent wurden als nicht pflegebedürftig eingestuft.
Nach Pflegegrad verteilen sich die 5,16 Millionen ambulant versorgten Leistungsbezieher der sozialen Pflegeversicherung Ende 2025 so:
| Pflegegrad | ambulant Ende 2025 | Anteil |
|---|---|---|
| 1 | 949.760 | 18,4 % |
| 2 | 2.255.424 | 43,7 % |
| 3 | 1.439.957 | 27,9 % |
| 4 | 400.654 | 7,8 % |
| 5 | 115.572 | 2,2 % |
Was die Pflegestatistik 2025 zeigen wird
Die Kassenzahlen lassen die Richtung erkennen, auch wenn die amtliche Zählung zum Stichtag 15. Dezember 2025 methodisch anders abgrenzt:
- Gesamtzahl über 6 Millionen. Gegenüber den 5,7 Millionen von 2023 dürfte der Zuwachs wieder bei mehreren Hunderttausend liegen; die Kassen zählen Ende 2025 bereits 6,4 Millionen Leistungsbezieher.
- Anteil zu Hause weiter bei rund 85 Prozent oder mehr. Der Zuwachs kommt aus der häuslichen Pflege, die Heimplätze bleiben bei rund 770.000 bis 800.000.
- Pflegegeld bleibt die häufigste Leistung. 2023 waren es 3,1 Millionen Menschen, die ausschließlich von Angehörigen versorgt wurden; die Zahl der Pflegegeldempfänger wächst seit Jahren am schnellsten.
- Pflegegrad 1 wächst, solange die heutigen Punktgrenzen gelten. Der Regierungsentwurf der Pflegereform hebt die Schwellen ab 2027 an (Pflegegrad 1 erst ab 15 Punkten, Pflegegrad 2 ab 30); die Statistik 2025 zeigt noch das alte Bild.
- Die Älteren werden mehr. 2024 lebten 6,1 Millionen Menschen ab 80 Jahren in Deutschland, etwa die Hälfte pflegebedürftig; bis 2050 erwartet Destatis 8,5 bis 9,8 Millionen.
Was die Zahlen für die Pflege zu Hause bedeuten
Mehr als vier von fünf Pflegebedürftigen leben zu Hause, und rund 2,1 Millionen von ihnen leben allein, wie wir aus den Quoten des Medizinischen Dienstes berechnet haben. Für diese Haushalte sind drei Leistungen entscheidend, die viele nicht abrufen: das Pflegegeld mit seinen Beträgen je Pflegegrad, der Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat und die Pflegehilfsmittel, zu denen der Hausnotruf mit 27 Euro Zuschuss ab Pflegegrad 1 gehört. Seit September 2026 reicht für den Hausnotruf die Empfehlung der Pflegefachkraft, siehe Hausnotruf ohne Rezept.
Wer noch keinen Pflegegrad hat, aber Hilfe im Alltag braucht, stellt den Antrag besser 2026 als 2027: Die Pflegereform soll die Punktschwellen anheben, und die Einstufung von 2026 bleibt mit Bestandsschutz erhalten. Der Pflegegrad-Rechner zeigt vorab, wo du stehst.
Hausnotruf für die Pflege zu Hause
Der Hausnotruf ist die Leistung, die direkt an die Statistik anknüpft: Er ist für Menschen gedacht, die zu Hause leben und im Notfall nicht sicher selbst Hilfe rufen können. Anbieter mit Kassenvertrag rechnen den Zuschuss direkt ab:

pflegetipp.de
VersandanbieterBasisstation mit eingebauter SIM-Karte, Zusatzoptionen Sturzsensor (12,90 €), Kombi-Notruf mit GPS oder Notrufuhr (je 24,90 € im Monat).
- Preis: 32,13 € im Monat ohne Pflegegrad, mit Pflegegrad laut Anbieter 0 €
- Geräte: Basisstation mit Mobilfunk, Notrufknopf als Armband oder Kette, wasserdicht, optional mobiles GPS-Gerät, optional Notrufuhr, optional Sturzsensor
- Funktioniert ohne Festnetz
- Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
- Kündigung: monatlich kündbar
- Anschluss: Versand in 2 bis 3 Werktagen, selbst einstecken
- Für wen geeignet: Wer einen Pflegegrad hat, kein Festnetz braucht und das Gerät selbst anschließen kann.

SmartVersorgt
VersandanbieterNotrufzentrale rund um die Uhr, übernimmt den Antrag bei der Pflegekasse; vom selben Unternehmen kommt die Pflegebox BluBox.
- Preis: ab 28,50 € im Monat, mit Pflegegrad laut Anbieter in der Regel vollständig von der Pflegekasse übernommen
- Geräte: stationäres Gerät, mobiles Gerät mit GPS
- Funktioniert ohne Festnetz
- Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
- Anschluss: SIM-Karte vorinstalliert, nach dem Einstecken einsatzbereit
- Für wen geeignet: Wer Hausnotruf und Pflegebox aus einer Hand beantragen will.

Gardia
NotrufarmbandReines Armband ohne Basisstation, funktioniert zu Hause und unterwegs; Notrufzentrale von Bosch rund um die Uhr, App für Angehörige mit Standort und Akkustand.
- Preis: Armband einmalig 199,95 € (im Angebot 99,95 €); Abo 17,95 € nur mit App, 32,90 € mit Notrufzentrale, mit Pflegegrad laut Anbieter ab 0 €
- Anschluss: keine Anschlussgebühr, das Armband wird gekauft und nicht von der Kasse erstattet
- Geräte: Notrufarmband mit Notruftaste, automatische Sturzerkennung, GPS-Ortung, eSIM mit mehreren Netzen, europaweit
- Funktioniert ohne Festnetz
- Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
- Kündigung: monatlich kündbar, erster Monat kostenlos, 30 Tage Rückgabe
- Für wen geeignet: Wer ein einziges Gerät für drinnen und draußen möchte und den Kaufpreis des Armbands selbst tragen kann.
Johanniter
HilfsorganisationAb dem Komfortpaket Schlüsselhinterlegung und eigener Einsatzdienst rund um die Uhr, im Premiumpaket wöchentliche Anrufe.
- Preis: Basis ab 27 €, Komfort ab 55 €, Premium ab 85 € im Monat, regional abweichend
- Geräte: Basisstation, Notrufknopf als Armband oder Kette
- Einsatzdienst mit Schlüsselhinterlegung buchbar
- Anschluss: Installation und Einweisung vor Ort
- Für wen geeignet: Wer niemanden in der Nähe hat, der im Notfall mit Schlüssel kommen kann.
Malteser
HilfsorganisationAb Komplettsicherheit Bereitschaftsdienst mit Schlüsselhinterlegung, im Plus-Paket Bewegungserkennung; Angehörigen-App.
- Preis: Grundsicherheit 27,00 €, Komplettsicherheit 60,40 €, Komplettsicherheit Plus 64,90 € im Monat
- Anschluss: laut Anbieter derzeit keine Anschlussgebühr (Aktion bis Oktober 2026)
- Geräte: Hausnotrufgerät mit Lautsprecher, Notrufknopf als Armband oder Kette, optional Bewegungsmelder und Rauchmelder
- Funktioniert ohne Festnetz
- Einsatzdienst mit Schlüsselhinterlegung buchbar
- Kündigung: ein Monat zum Monatsende
- Für wen geeignet: Wer einen Bereitschaftsdienst vor Ort und eine kurze Kündigungsfrist will.
Libify
VersandanbieterDrei Gerätelinien vom einfachen Notrufknopf bis zum mobilen Notruf mit automatischer Sturzerkennung.
- Preis: Preise je Modell auf Anfrage, libifyBasic mit Pflegegrad laut Anbieter kostenlos
- Geräte: libifyBasic: Basisstation mit Funksender, libifyHome: Sturzerkennung, App, libifyMobil 2.0: mobiler Notruf mit GPS und Sturzsensor
- Stellt den Antrag bei der Pflegekasse
- Für wen geeignet: Wer viel unterwegs ist oder eine automatische Sturzerkennung möchte.
Diese Übersicht enthält Links zu Anbietern. Partnerlinks sind mit * gekennzeichnet und können oben stehen, die Reihenfolge ist keine Bewertung. Angaben laut Anbieterseiten, Stand 20.09.2026, ohne Gewähr.* Partnerlink: Schließt du über diesen Link etwas ab, erhalten wir vom Anbieter eine Vergütung. Für dich ändern sich weder Preis noch Leistung.
Für Redaktionen
Die Pflegestatistik erscheint mit Länderergebnissen; Destatis kündigt den Termin in seiner Wochenvorschau an. Wir aktualisieren diese Seite am Veröffentlichungstag mit Gesamtzahl, Anteil zu Hause, Versorgungsarten, Pflegegraden und dem Vergleich zu 2023 und stellen die Verknüpfung mit den Leistungsansprüchen her: wie viele Menschen Anspruch auf Pflegegeld, Entlastungsbetrag und Hausnotruf-Zuschuss haben. Die Zahlen dieser Seite dürfen mit Quellenangabe frei verwendet werden.
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Häufige Fragen
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2023, Pressemitteilung vom 18.12.2024 (5,7 Millionen Pflegebedürftige, 86 Prozent zu Hause, 3,1 Millionen nur Pflegegeld, 1,1 Millionen mit Pflegedienst, 800.000 im Heim) (Stand 2024-12-18)
- Statistisches Bundesamt: Themenseite Pflege (aktuelle Pflegestatistik Berichtsjahr 2023, Erhebung alle zwei Jahre zum 15. Dezember) (Stand 2026-10-26)
- Bundesministerium für Gesundheit: Zahlen, Daten und Fakten zur Pflegeversicherung, Stand Juli 2026 (Leistungsbeziehende 2025 nach Versorgungsart und Pflegegrad, Pflegequote 7,7 Prozent) (Stand 2026-07-01)
- Medizinischer Dienst Bund: Report Pflegebedürftigkeit 2026 (3,1 Millionen Begutachtungen 2025, Ergebnisse der Erstbegutachtungen, Wohnsituation), 15.07.2026 (Stand 2026-07-15)
- Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung 446 vom 11.12.2025 (6,1 Millionen Menschen ab 80 Jahren, Ausblick bis 2050) (Stand 2025-12-11)
- Bundesrat, Drucksache 587/26: Regierungsentwurf Pflegeneuordnungsgesetz (neue Punktschwellen § 15, Begründung zu 1,2 Millionen Nutzern der Verbrauchs-Pflegehilfsmittel) (Stand 2026-10-09)
Autor/in
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Redaktionsteam
Zuletzt aktualisiert
26.10.2026
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